Charlottenburg

Wenn der Osterhase zum Familienausflug bittet

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Mensch Leute, langsam wird es mir ja wirklich unangenehm, aber ich muss euch mit dem neuen Beitrag schon wieder auf nächste Woche vertrösten. Diesmal waren die Osterpläne meines Liebsten Schuld daran. Denn anders als die letzten Jahre musste … ähm Verzeihung … ich meine natürlich: durfte ich beim alljährlichen Familienfest der Schwiegereltern dabei sein. Zu allem Überfluss fand dieses leider nicht in der Hauptstadt, sondern in einer kleinen Metropole irgendwo in Sachsen Anhalt statt. 

Bunte Eier im Osternest
Hoffentlich sahen eure Osternester auch so aus 🙂 .

Für meinen Liebsten und mich bedeutete das: zwei Stunden Fahrt, viel Trinken, viel Essen und noch mehr Trinken. Tja und bei so viel Beschäftigung blieb leider keine Zeit übrig, um euch meine neueste Entdeckung vorzustellen. Aber seht es mal so: Dafür gibt es zumindest gleich etwas, worauf ihr euch nach Ostern freuen könnt 🙂 .

Trotzdem – und das kennt ihr ja mittlerweile auch von mir – lasse ich euch nicht ohne ein paar „alte“ Empfehlungen zurück. Passend zum regnerischen Wetter sind die vor allem indoor-geeignet (getreu des Mottos: Nass sollte nur die Kehle werden 😉 ):

  1. Eine Partie Lasertec in Charlottenburg  – am meisten Spaß macht das mit einer großen Familie und/oder vielen Freunden
  2. Eine Partie Schwarzlicht-Minigolf in Kreuzberg– Reservieren ist hier ein absolutes Muss!
  3. Eine Partie Billard im schönen Friedrichshain – wahlweise kann hier auch auf Dart umgestiegen werden 

So, damit sollte auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen 🙂 . Was ihr anschließend machen könnt, verrat ich euch dann nächste Woche. Ihr dürft also gespannt sein! Habt bis dahin noch einen schönen Ostermontag und kommt gut durch die verkürzte Woche! Wir lesen uns dann nächsten Sonntag wieder. 

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Die unendlichen Weiten des … Schnitzels?!

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Na hoppla. Da habe ich euch letztes Jahr großspurig von den kommenden Highlights vorgeschwärmt und nun hätte ich beinahe eins vergessen. Hm, vielleicht liegt es daran, weil es im Vergleich zu Lasertag oder dem Besuch auf der „Glow“ nicht ganz so „highlightig“ wirkt. Aber alles der Reihe nach: Ihr erinnert euch doch sicher an das vorweihnachtliche Teamevent, bei dem ich meine Kollegen mit Lichtstrahlen „abballern“ durfte?! Tja, was ich euch bis jetzt vorenthalten habe: Im Anschluss daran war der Spaß noch lange nicht vorbei! Denn wer sich sportlich so verausgabt, hat eine kräftigende Mahlzeit zur Beruhigung von Muskeln und Magen redlich verdient. In unserem Fall sollten dafür ein paar fein panierte Schnitzel herhalten – und zwar direkt aus der bekannten „Schnitzelei Charlottenburg“.

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Mit Lasern und Pistolen in die Urlaubsvorbereitung

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Hach ja, so schnell kann es gehen: Gerade erst in den Urlaub gefahren und schon fast in der zweiten Arbeitswoche. Auf der anderen Seite ist es aber natürlich auch schön, wieder Daheim zu sein – obwohl ich gestehen muss, dass mir das Bergpanorama wirklich fehlen wird. Ach, falls ich es noch nicht erwähnt habe: Dieses Jahr zog es meinen Liebsten und mich ins bayerische Oberstdorf. Eigentlich eher ein Skiort, allerdings haben wir die Gegend fast nur zu Fuß erkundet (liegt vielleicht auch daran, dass keiner von uns beiden Skifahren kann 😀 ). Und da Herr Sigurd vor meinem Urlaub so nett gefragt hat, gibt’s hier eine kleine Kostprobe des winterlich-angehauchten Bergpanoramas.

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Leidend in die neue Woche

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Herrje, was für ein Wochenende! Gestern noch bin ich fröhlich durch die Gegend gedüst und hab mit meinem Papa auf seinen Geburtstag angestoßen (an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch nach Pankow 🙂 ), heute lieg ich mit geschwollenem Hals und entzündetem Rachen im Bett. Tja, so schnell kann’s gehen. Da hilft wohl nur der obligatorische Schontag und morgige Gang zum Arzt – drückt mir die Daumen, dass es nichts Ernstes ist und ich schnell wieder fit bin! Den Rest des Beitrags lesen »

Mein Block, mein Block, mein Block …

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Ach ja, wie war das letzte Woche schön: endlich mal wieder ’ne Runde shoppen! Entspant durch die Läden streifen, sich Kleider und Blüschen anhalten und was vom hart verdienten Geld ausgeben :). Selbst mein kleiner Einkaufsmuffel ließ sich nicht lumpen und stiefelte mit ungewöhnlich gelassener Miene hinterher. Fast schon ein bisschen zu gelassen. Erst recht, als auf die Frage „Wie findest du den Pulli?“ (für unglaubliche 5,00 €, nebenbei bemerkt) ein begeistertes Nicken plus „Daumen hoch“-Zeichen folgte. Aber ehrlich gesagt, wollte ich gar nicht wissen, wie die späte Liebe zum Samstagnachmittagsbummel plötzlich entflammt war. Stattdessen ließ ich ihn dafür lieber den heiligen Ort des Abendessens aussuchen. Tja und was meint ihr wohl, wohin es da ging?! Genau, in ein ganz „männertypisches“ Burgerrestaurant: das JB – „Jim Block“ am U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße.

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Märchenhafte Stunden mit Dornröschen und Nikolaus

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Gute Werbung ist schon wirklich faszinierend! Im Nu steht eine Marke plötzlich für die ganze Produktgruppe oder ein einfacher Slogan wird über Nacht in den alltäglichen Sprachgebrauch integriert. Mein Liebster ist ein besonders schönes Beispiel dafür – kaum ein Werbespot bleibt vor seinen kritischen Adleraugen verschont und wird entweder mit Ruhm überschüttet (und damit leider auch oft mit Geld, weil das Produkt ja einfach unverzichtbar ist) oder mit Häme gestraft (was zum Unmut von Freund Portemonnaie deutlich seltener vorkommt 🙂 ). Letztes Wochenende war es dann mal wieder soweit: Mister Super-Marketing wedelte mit einer neuen Errungenschaft vor meiner Nase herum, die es in die Ruhm-Sparte geschafft hatte: dem Weihnachtsmarktfahrplan von „an amazing earth“. Das Ziel: Alle Märkte einmal durchzuhaben. Der Start: Das Schloss Charlottenburg.

Schloss Charlottenburg WeihnachtsmarktEines muss man dem Plan ja mal lassen: Ohne das gute Stück wären wir wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, für einen vorweihnachtlichen Spaziergang bis nach Charlottenburg zu fahren. Und ohne jetzt schon vorgreifen zu wollen, aber das wäre wirklich sehr schade gewesen! Denn bereits von Weitem ließ der Markt durch die vielen hellen Lichter vor dem malerischen Schloss eine märchenhaft-romantische Stimmung aufkommen. Als wir dann endlich davor standen, konnte ich meine Entzückung kaum mehr zurückhalten: ein riesiger Leuchtbaum, kleine zauberhafte Holzbuden und natürlich die obligatorische Schunkelmusik – ein wahres Fest für jeden, der Weihnachten liebt!

Weihnachtsmarkt Schloss Charlottenburg BudenImmer noch voller Vorfreude darauf, gleich eine Runde durch die winterlich-festliche Welt drehen zu dürfen, schaute ich aufgeregt zu meinem Liebsten. Seine Antwort: ein müdes Lächeln und ein trockenes: „Na, ganz nett hier, oder?!“ Tja, für einen eingefleischten Weihnachtsmuffel wahrscheinlich eine höchst positive Bemerkung :). Also zogen wir los und spazierten an den ersten, für einen Samstag-Nachmittag ungewöhnlich leeren, Buden vorbei. Was mir dabei direkt auffiel, war das fehlende Angebot von Handwerk oder anderen winter-weihnachtlichen Dingen – stattdessen gab es vornehmlich Essen und Trinken. Sehr schön! Definitiv ein Weihnachtsmarkt ganz nach meinem Geschmack ;).

Bei der ersten großen Glühweinbude legten wir eine Pause ein. Schließlich war es ziemlich frisch und ein warmes Getränk soll ja da bekanntlich Wunder wirken. Ein kurzer Blick auf die Getränkekarte genügte schon und unsere Entscheidung stand fest: Bratapfelglühwein sollte es sein! Glühwein Schloss CharlottenburgDamit schlägt man immerhin gleich zwei „Weihnachtsfliegen“ mit einer Klappe :). Gesagt, getan, bestellt: Nur wenige Minuten später hielten wir die zwei dampfenden Tassen in den Händen. Nach einigem Pusten traute ich mich endlich zu nippen und stellte fest: lecker! Fruchtig-süß und nicht zu herb mit einer dezenten Zimt-Note – ähnlich wie der, den ich bereits auf dem Lucia-Weihnachtsmarkt probiert hatte. Nur leider einen ganzen Euro teurer (3,50 €). Aber immerhin schien der winterliche Trunk auch meinem Weihnachtsmuffel zu munden: In seinem Gesicht zeichnete sich nämlich langsam aber sicher eine gewisse feierliche Besinnlichkeit ab – da gibt man doch gerne mal einen Euro mehr aus :).

Nach der kleinen warmen Stärkung setzten wir unseren Rundgang fort, bis wir schließlich direkt vor der Einfahrt zum Schloss standen. Und das war wirklich unglaublich schön anzusehen: Sämtliche Bau-Elemente erstrahlten in warmen, hellen Lichtern, wodurch der Vorplatz in Kombination mit dem Markt geradezu märchenhaft wirkte. Man hatte direkt das Gefühl, jeden Moment auf Dornröschen zu treffen und mit ihr bei Grünkohl und Pinkel am Stand stehen zu können. Staunend wandte ich mich wieder in Richtung der Buden, da der Gedanke an Grünkohl und Pinkel irgendwie zum grummelnden Magen durchgedrungen war.

Als wir nun also den nächsten Gang inspizierten, erblickten meine Grünkohl-suchenden Äuglein doch noch das gute alte Kunsthandwerk (was ja eigentlich auch zu einem Weihnachtsmarkt dazu gehört). Kurioserweise befanden sich die jeweiligen Stände in einer Art Glas-Korridor, den man nur von einer Seite, dafür durch mehrere Türen betreten konnte. Im Gegensatz zum Markt tummelten sich darin Unmengen an Menschen und schoben sich regelrecht von einer Seite zur anderen. Um aber zumindest mal einen kurzen Blick auf die angebotenen Waren zu erhaschen, überredete ich meinen augenrollenden Freund zu einer kleinen Drängeltour. Im Nachhinein gesehen, hätte man sich das durchaus sparen können. Denn von Mützen/ Tüchern/ Schals bis hin zu Kerzen und Tee gab es eigentlich all das, was es auch auf jedem anderen Markt – ohne Ellenbogenkampf – gibt. Nun ja, was soll ich sagen?! Wenn es irgendwo voll ist, muss es ja einen guten Grund haben (Stichwort: Werbung) ;).

Jesus-Krippe Schloss CharlottenburgMit ein paar blauen Flecken mehr ging es nun also weiter, bis einige gemütlich aussehende Holzbuden-Bistros unseren flotten Schritt bremsten. Die aufgemalten Zahlen auf deren Speisetafeln ließen mein Hungergefühl allerdings schlagartig verschwinden: Um die 16,00 € sollte man dort für ein Gericht zahlen! Gut, über die Qualität des Essens kann ich natürlich nichts sagen, aber ganz ehrlich: Es ist und bleibt doch trotzdem eine Holz-Bude auf dem Weihnachtsmarkt (wenn auch eine, in der man im Warmen sitzt). Da finde ich Preise, die einem Mittelklasse-Restaurant entsprechen, doch etwas übertrieben.

Riesenrad Schloss CharlottenburgImmer noch etwas verwundert über die – nennen wir’s mal „selbstbewusste“ – Preispolitik der Holzbistros, erreichten wir schließlich das letzte Areal des Marktes: den Kinderbereich. Hach … und der ließ ja mein weihnachtliches Kitschherz wieder höher schlagen: Neben der zart beleuchteten Krippe fanden sich überall verteilt bunt-beleuchtete Engel wieder, die eine festliche Ergänzung zu den größeren und kleineren Karussels bildeten. Besonders beliebt schienen der bunte, tutende Weihnachtszug und das nostalgisch-angehauchte Kinder-Riesenrad zu sein – und zwar nicht nur bei den Sprösslingen ;). Für meinen Weihnachtsmuffel war das dann allerdings doch zu viel des Guten, sodass wir uns langsam wieder auf den Weg ins weniger kitschige Heim begaben. Die besinnliche Stimmung in seinem Gesicht musste er jedoch trotzdem mit nach Hause nehmen ;).

Insgesamt muss ich sagen, dass der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg wohl einer der schönsten ist, die ich jemals besucht habe! Besonders mit dem Schloss im Hintergrund erhält das festliche Areal neben dem ohnehin schon sehr weihnachtlichen Flair noch eine Prise Märchenhaftes oben drauf! Leider lässt sich aber auch genau das die eine oder andere Bude etwas mehr bezahlen – bei einem Besuch sollten also besser schon alle Weihnachtsgeschenke gekauft sein ;).

Die wilde Sause mit Wasabi und Ingwer

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Reisen in ferne Länder standen bei mir schon immer hoch im Programm. Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut daran, als meine Mutti einen günstigen sieben-Tage-Trip nach Peking an Land gezogen hatte. Herrje, war ich aufgeregt – endlich ins Land der aufgehenden Sonne und vor allem: endlich original chinesische Küche! Und ich kann euch sagen: Das war wirklich eine spannende Sache! Nicht etwa wegen der exotischen Gewürze oder den kuriosen Fleischbeilagen, nein!  – Viel mehr war es die Kunst des Stäbchenessens, die mir allmählich den letzten Nerv zu rauben drohte. Denn anders als erwartet, konnte man beim Schlemmen nicht auf die Hilfe von Messer und Gabel zählen! Aber wie sagt ein altes Sprichwort? – „Übung macht den Meister“. Nachdem ich also unzählige Momente des Fluchens und ewigen Hungers hinter mir hatte, wurde ich schließlich doch noch zu einem kleinen Meister über die beiden „Mini-Stöcker“ :). Und weil diese Kunst natürlich einer stetigen Praxis bedarf, besuchte ich vergangenen Samstag mit einer guten Freundin unser Traditions-Sushi-Restaurant „Sagano“ am Adenauer Platz.

Sagano BerlinVielleicht kennen es einige von euch noch unter seiner ursprünglichen Bezeichnung „Tao“ – darunter kannte ich es zumindest und guckte entsprechend verwirrt, als die Leuchtbuchstaben plötzlich einen anderen Namen ergaben. Der Blick durch’s Fenster genügte allerdings, um die aufkommenden Zweifel am guten alten Orientierungssinn wieder zu verjagen: gleiche Einrichtung, gleiche Angebotstafel – passt!

Nachdem wir uns also durch die schmale Tür geschoben hatten, zeigte sich auch das Innere der Sushibar so, wie wir es eben kannten: überfüllt, eng und hektisch umher huschende Kellner. Nichtdestotrotz stürmte ich zielsicher voran, um noch einen der wenigen (guten) Plätze zu erhaschen. Und siehe da – dort war er: ein freier Viererplatz am Rand, etwas abgeschirmt von den anderen Tischen. Dafür aber natürlich wieder in unmittelbarer Nähe zum Klo. Naja, auch das kann ja seine Vorteile haben ;).

Als wir uns endlich aus den Jacken gepellt hatten, eilte die stürmische Kellnerin bereits zu unserem Tisch und brachte mit einem netten Lächeln die Karten vorbei. Nun war ich ja wirklich gespannt, ob das Konzept des Ladens tatsächlich das Gleiche geblieben war. Denn dass wir uns in eine so volle Bar begaben, hatte natürlich seinen Grund – und ja, natürlich steckte wiedermal Freund Portemonnaie dahinter ;). Seit jeher bietet das „Sagano“ nämlich bestimmte Sushi-Teile in einer 2-for-1-Aktion an, was sich in Anbetracht des nach-arbeitlichen Heißhungers schonmal lohnen kann. Besonders meine Freundin hatte an diesem Abend die Schlacht gegen den Appetit haushoch verloren und gierte sich regelrecht durch den verlockenden Angebotsteil. Nach nur wenigen Minuten kehrte auch die schnellfüßige Kellnerin an unseren Tisch zurück – bereit, um sie im Kampf gegen den grummelnden Magen zu unterstützen. Dabei sollten ihr 16 Mini-Baked-Rolls mit Krebsfleisch (6,50 €), 16 Tamako Hot Spicey Chicken Rolls (7,10 €) und ein Sake-Cocktail (Samurai Tai, 6,50 €) helfen. Mir hatten es ebenfalls die Mini-Baked-Rolls angetan, allerdings entschied ich mich für eine Butterfisch-Füllung. Dazu gab es zwölf Salmon Skin Maki (4,70 €), zwei Nigiri Sake (3,20 €) und einen trockenen Bordeaux (0,2 l, 5,20 €) zum Runterspülen. Gesagt, getan – die hektische Kellnerin hatte alles notiert und verschwand wieder eilig in die Küche.

Nun hieß es Warten … seeeehr lange Warten. Zwar hatten wir einen nischigen Platz, an dem es sich ganz gemütlich sitzen ließ, allerdings war der Lautstärkepegel durch den langgezogenen, offenen Gastraum allgegenwärtig. Das machte die Wartezeit also nicht unbedingt angenehmer. Immerhin kamen die Getränke ziemlich flott, sodass wir zumindest nicht auf dem Trockenen saßen. Für den grummelnden Magen meiner Freundin leider nur ein schwacher Trost – aber wie es eben immer so ist: Wenn man wirklich mal mit Heißhunger in ein Restaurant geht, wartet man mit Sicherheit am längsten auf sein Essen :).

Sagano Berlin SushiNach circa einer halben Stunde kam dann endlich die Erlösung in Form einer anderen, hektischen Kellnerin: Andächtig präsentierte sie uns die Platten, die – und das muss man dem Laden wirklich lassen – einfach hervorragend aussahen! Zu meinen Mini-Baked-Rolls wurde überraschenderweise sogar noch eine leckere Cocktailsoße gereicht, die ich natürlich gleich probieren wollte. Entsprechend schnell griffen wir nach den Stäbchen und schaufelten gekonnt (wie alte asiatische Weiber) die kleinen Sushi-Häppchen in den Mund. Zu meinem großen Vergnügen stellte ich dabei fest, dass sich die gute Qualität des Sushis keinesfalls geändert hatte. Die Panade der Mini-Baked-Rolls war noch genauso knusprig-pikant wie die letzten Male und wurde nur noch von der zart-frischen Butterfischfüllung übertroffen. Dazu die fruchtig-cremige Cocktailsoße, die das Ganze einfach vortrefflich ergänzte und so für einen echten Genuss-Kick sorgte! Einzig die Salmon Skin Maki fühlten sich für meinen zarten Gaumen ein bisschen zu knusprig an – da wäre ein Pfannenschwenker weniger bestimmt besser gewesen. Trotzdem reichte es locker aus, um Magen und Geschmackssinn zufrieden zu stellen, sodass wir guten Gewissens die Rechnung ordern konnten (was natürlich auch nochmal seine Zeit gedauert hat).

Fazit des Ganzen: Sehr leckeres Sushi für einen vergleichsweise günstigen Preis, allerdings nur für Menschen mit einem langen Geduldsfaden. Schade ist auch, dass durch die hektische Atmosphäre und die eng beieinander aufgestellten Tische keine richtige Wohlfühlstimmung aufkam. Und das, obwohl es die Aufmachung des Ladens eigentlich hergeben könnte. Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich nochmal wiederkommen – dann aber lieber außerhalb der „Rush Hour“ ;).