Erholung

Von Hitze, Menschenmassen und einer pfauenarmen Insel

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Letztes Wochenende wollten mein Liebster und ich endlich unsere lang geplante Tour zu den „Pfaueninseln“ nachholen. Und Zeit wurde es, wenn man bedenkt, wie oft sie schon auf dem Plan stand. Doch irgendwie kam bisher immer was dazwischen: Entweder blieben wir am Zwischenziel Wannsee hängen, verfuhren uns oder – wie erst vor ein paar Monaten – wurden vom heiß geliebten, aber leider sehr stimmungslabilen Roller im Stich gelassen. Deshalb gingen wir diesmal auf Nummer Sicher und entschieden uns von vornherein für die Öffis – ok zugegeben, gerade bei der S-Bahn ist „Sicherheit“ eigentlich auch eher ein dehnbarer Begriff 😀 . Trotzdem versuchten wir unser Glück und schwangen uns bei strahlendem Sonnenschein in die S1.

Am Bahnhof Wannsee angekommen, erwartete uns erstmal dichtes Gewusel. Kein Wunder, wenn man das bombastische Wetter an diesem Tag bedenkt. Aber immerhin schienen alle in die gleiche Richtung zu wollen, sodass wir relativ gut vorankamen. Und nach einem kurzen Marsch durch den Stationstunnel, war dann auch die Bushaltestelle nicht mehr weit. „Welchen müssen wir gleich nehmen?“ fragte ich meinen Tourorganisator, der bereits fleißig die Schilder studierte. – „Das muss der 218er sein. Der fährt direkt bis dahin!“ Aha, kein Umsteigen – der erste Pluspunkt! Wenn der Bus nun nicht ganz so lange auf sich Warten lassen würde, standen die Chancen auf ein steigendes Stimmungsbarometer richtig gut. Tja. nur leider kann man eben nicht alles haben. Ganze 15 Minuten später trudelte der mürrische Busfahrer in seinem Doppeldecker ein – willkommen in Randberlin!

Dafür punktete die wirklich schöne Strecke, am Wannsee vorbei und durch ein kleines Waldstück, umso mehr. Ja, es ist eben doch etwas anderes, als wenn man im hupenden, stinkenden (sorry für den Ausdruck, aber im Vergleich zur klaren Luft hier draußen, ist es einfach die Wahrheit) Stadtverkehr unterwegs ist. Entsprechend traurig war ich auch über das recht schnelle Ende der Fahrt. Allerdings konnte meine Nase jetzt schon den klaren Duft von frischem Wasser wahrnehmen: herrlich!

Schiffsanlegestelle Pfaueninsel
Ein Blick rüber zur Schiffsanlegestelle auf dem Festland

Als wir dem mürrischen Busfahrer den Rücken gekehrt hatten, folgten wir zunächst einfach den Massen. Denn Mister Superorganisator’s Informationen wiesen leider deutliche Lücken zwischen dem Weg von der Busstation bis hin zur Pfaueninsel auf. Dafür kletterte der Duft des Wassers bei jedem Schritt weiter die Nase hinauf, bis wir schließlich direkt vor der Schiffsanlegestelle standen. Der Überfahrer winkte schon hastig und die Massen setzten sich schneller in Bewegung. Ich hingegen studierte erstmal die großen Fährschilder, um Preise, Öffnungszeiten oder irgendetwas anderes in der Art zu finden. Aber Nichts, Nada! Schließlich drehte ich mich schulterzuckend zu Mister Superorganisator: „Woll’n wa einfach mal fragen?“ – „Ja, komm. Es wird schon nicht die Welt kosten!“ Glücklicherweise sollte er damit recht behalten. Denn nach einem kurzen Plausch mit dem Fährmann ließen wir zwar 8,00 € bei ihm, bekamen allerdings dafür einen Inselplan und wenig später auch den ersten Eindruck vom langersehnten Ziel.

Maschinenhaus auf der Pfaueninsel
Das niedliche und zu meinem großen Bedauern verschlossene Maschinenhaus

Und der war gar nicht so schlecht – abgesehen von den vielen Menschen um uns herum. Doch vielleicht würde sich das Ganze ja durch die unterschiedlichen Rundgänge ein wenig verlaufen. Wir hielten uns zunächst einmal rechts, um das Pfauengehege anzusteuern. Vorbei an einem prächtig blühenden, aber leider geschlossenen, Rosengarten, unterbrachen wir nach circa 15 Minuten den Weg für eine erste kurze Pause am Maschinenhaus. Mit seinen grünen Fensterläden und der gelben Fassade sah es richtig einladend aus, sodass ich es kaum erwarten konnte, einen Blick hinein zu werfen. Tja, Fehlanzeige – abgeschlossen! Trotz Spähen und Ruckeln war nichts zu machen!  Entsprechend enttäuscht setzten wir unsere Tour fort.

Vogelkäfig auf der Pfaueninsel
Die erste bittere Enttäuschung: das „Pfauengehege“ der Insel

Wieder von Großfamilien umringt, näherten wir uns langsam aber sicher dem Pfauengehege. Kurz davor fiel mein Blick noch auf ein paar Kinder, die sich ebenfalls an der Tür eines Häuschens (laut Karte das „Winterhaus“) zu schaffen machten. Auch hier erfolglos! Komisch – warum man wohl alle Häuschen auf der Insel abgeriegelt hatte?! Naja, wird wohl nicht ohne Grund gewesen sein. Und in Anbetracht des bald erreichten Ziels schien es mir, ehrlich gesagt, egal. Doch halt, was war das? Ein Vogelkäfig?! Das konnte ja nicht wahr sein. Ich starrte auf das vor uns liegende „Pfauengehege“ und konnte es nichts fassen! Bitter enttäuscht zog ich meinen Liebsten am Ärmel, um ein Weitergehen anzudeuten. „Hinten am Schloss laufen die Pfauen bestimmt frei herum, Schatz! Wir sehen schon noch welche!“ – versuchte er mühevoll, mich aufzumuntern. Vorerst vergebens.

Immerhin war die Insel in einem top-gepflegten Zustand: Breite Wege, sattgrüne Wiesen mit teilweise kuriosen Bäumen und nahezu alle zehn Minuten eine Sitzbank. Da dauerte es nichts lange, bis sich die Enttäuschung etwas verflüchtigt und wir einen neuen Plan gefasst hatten: Zum Schloss sollte es gehen, um endlich ein paar freilaufende Pfauen zu bestaunen! Doch bevor wir uns dorthin auf den Weg machen konnten, erhaschte plötzlich der Wegweiser „Liegewiese mit Grillangebot“ meine Aufmerksamkeit. – „Na los, schauen wir uns das zuerst an!“ schlug Mister Superorganisator vor. Die Augen leuchteten, der Mund grinste breit: mein Stimmungsbarometer war wieder im oberen Bereich angelangt :).

freilaufender Pfau auf der Pfaueninsel
Endlich: Der erste freilaufende Pfau auf der Insel 🙂

Keine 15 Minuten später, sah ich bereits die große Liegewiese durch die Bäume schimmern. Doch hoppla, was für ein blaues Etwas verschwand denn da geradewegs zwischen den Bäumen? Neugierig näherte ich mich dem Wegesrand und starrte in das Unterholz. Da juchzte ein Kind vor mir abrupt los, weil tatsächlich ein Pfau (!!) aus dem Gebüsch kroch und nun völlig gleichgültig den Pfad hinunter trabte. Verzückt schaute ich meinen Liebsten an, der mit seinem „Ich hab’s dir doch gesagt!“-Lächeln darauf antwortete. Mission „Pfau auf der Pfaueninsel sehen“ war also offiziell geschafft.

Liegewiese mit Grillstation auf der Pfaueninsel
Siesta? Nicht für uns! Obwohl der Anblick schon einladend wirkte …

Nachdem ich die große Welle der Euphorie wieder ein bisschen hinter mir gelassen hatte, stiefelten wir endlich zur Liegewiese vor. Der Grillduft umhüllte mittlerweile die gesamte Fläche, sodass ich mich neugierig in Richtung des Dampfes bewegte. Und da sah ich sie auch schon vor mir: die Preistafeln der Imbissstationen. Zugegeben, ein bisschen teurer als auf dem Festland war es, aber trotzdem lag alles noch im Bereich des Vertretbaren: Bratwust, Boulette oder Grillkäse für je 3,50 €, ein großes Bier oder Radler (0,5 l) ebenfalls. Da die Zeit allerdings langsam etwas drängte und ich zumindest einen kurzen Blick auf das Schloss erhaschen wollte, ließen wir die wohl duftende Liegewiese ohne einen Snack hinter uns.

Schloss auf der Pfaueninsel
Ohne Pfauen, aber dafür mit zwei großen Türmen: das Schloss der Insel

Puuuh und bei dem strammen Marsch, den wir nun an den Tag legten, wünschte ich mir, wir hätten es nicht getan. Die Füße brannten, der Magen grummelte und die Unzufriedenheit kletterte langsam, aber bestimmend wieder in mir hoch. Dagegen konnten selbst die kleinen Brunnen, süßen Häuschen oder der vorbeifliegende Mäusebussard kaum etwas ausrichten. Und dann, nach ungefähr einer halben Stunde, standen wir plötzlich davor: Die zwei großen Backsteintürme gaben einem direkt zu verstehen, dass man es bis zum Hauptsitz geschafft hatte. Rein konnten wir allerdings trotzdem nicht: Statt des Toreingangs befand sich an der Stelle lediglich ein Wandgemälde, das – dem Andrang nach zu urteilen – wohl in jedem zweiten Familienalbum zu sehen sein dürfte. Was man hingegen wieder nicht sah, waren freilaufende Pfauen. Aber egal, diese Mission lag ja schließlich eh schon im Ordner „Abgeschlossen“ :).

Fazit des Ganzen: ein schönes Ausflugsziel für alle, die auf Einsamkeit und freilaufende Pfauen verzichten können ;). Die Insel punktete zwar durch ein gepflegtes Erscheinungsbild mit viel Natur und Ruheplätzen, bot aber gleichzeitig zu wenig Laufalternativen, um die Massen bei schönem Wetter besser zu verteilen. Insgesamt hat mich die „Pfaueninsel“ nicht gerade vom Hocker gerissen – das nächste Mal werde ich wohl lieber wieder am Zwischenziel Wannsee versacken ;).

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Hinter den sieben (Reh-) Bergen

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Als Kind gab es für mich wohl kaum etwas Schöneres als den Besuch im Tierpark. Stunde für Stunde habe ich vor den Gehegen gestanden, gestaunt und natürlich – wie wohl jeder von uns 😀 – versucht, durch „Uuuuh Uuuuh“s oder „Määäh Määäh“s ein nettes Gespräch mit den Bewohnern anzufangen. Zugegeben, waren die meisten davon eher einseitiger Natur. Aber immerhin erhaschte ich so den einen oder anderen Blick, der nicht selten (angetrieben von der Motivation, es besser zu können) in einem neuen Kommunikationsversuch seines Besitzers endete. Ja, da sag‘ nochmal einer, wir Berliner wären nicht redselig :D. Und das sollte auch mein Liebster kürzlich am eigenen Laib erfahren: bei einem kleinen, arglosen Spaziergang im „Volkspark Rehberge“.

Freiluftkino Volkspark RehbergeAber dazu später mehr. Zunächst galt es nämlich erstmal, den Eingang ins grüne Weddinger Vergnügen zu finden. Ja, für jemanden, der nur selten aus dem eigenen Kiez herauskommt, kann das schon herausfordernd sein :). Dank Google Maps hielt sich die Verirrungsgefahr allerdings in Grenzen, sodass wir nach einem kurzen Marsch über die „Swakopmunder Straße“ bereits vor dem Freiluftkino des Parks standen: „Oh, hier war ich mal mit ’nem netten Mädel einen Film gucken – da kannten wir uns noch gar nicht.“ tönte es plötzlich von meiner Rechten. Die dabei in der Stimme schwimmende Wehmut veranlasste mich direkt zu einem zarten Ellenbogenstoß: „Na wie gut, dass diese traurigen Zeiten jetzt vorbei sind, nicht wahr?!“ Schelmig grinsend nickte mein Freund und folgte mir über den steinigen Weg hinein.

Fluss im Volkspark RehbergeVorbei an einem breiten Fluss, standen wir nach einigen Metern vor der ersten kleinen Abzweigung. Tja, wohin nun?! Die Entscheidungsfreude schien sich an diesem sonnigen Tag offenbar auch eine Auszeit genommen zu haben. Die Intuition einer Frau tut das hingegen nie ;). Also griff ich beherzt nach der Hand meines nostalgischen Kinogängers und zog ihn zielsicher auf den geradeaus führenden Weg. Dabei bemerkte ich, dass trotz des schönen Wetters verhältnismäßig wenig Leute durch den Park spazierten. Versteht mich nicht falsch, ich bin sowieso kein Freund von Massenansammlungen, von daher begrüßte ich die entspannte Leere – aber ein bisschen verwunderte es mich schon.

Tiergehege im Volkspark Rehberge„Guck mal, sind das da hinten nicht Tiergehege?“ riss mich plötzlich eine am Arm zuppelnde Stimme aus der Grübelei. Und mein eben noch erschrockener Blick verwandelte sich direkt in pure Verzückung! Denn ja! Vor uns waren tatsächlich ein paar riesige Tiergehege zu sehen. Vom Enthusiasmus gepackt, stürmte ich sofort die nach rechts führende Abzweigung hinunter, bis hin zu den großen Zäunen auf der Wiese. Mein Liebster, deutlich weniger enthusiastisch, hinterher. Kaum hatte ich das Ziel erreicht, scannten meine Augen auch schon den Bereich der Begierde nach seinen Bewohnern ab. Doch die waren leider alle in kaum erkennbarer Ferne – was mich natürlich nicht davon abhielt, mit ein paar lauten „Määäh Määäh!“s auf mich aufmerksam zu machen. Erfolgreich! – Allerdings bei der falschen Zielgruppe. Mein breit grinsendes Anhängsel war mittlerweile nämlich ebenfalls am Zaun eingetroffen und strahlte verzückt: „Naaa? Ein Gespräch unter Gleichgesinnten?“ Mürrisch ließ ich daraufhin von der drahtigen Trennwand ab und stiefelte – ein bisschen geknickt – an der Seite des „Stichel-Königs“ zurück auf den Hauptweg.

Hügel im Volkspark RehbergeDer strahlende Sonnenschein, die blühenden Bäume und das satte Wiesengrün ließen den Gram über die tierische Ignoranz allerdings schnell wieder verfliegen. Stattdessen bogen wir frohen Mutes auf den breiten Nebenweg ein, der zwischen zwei großen Liegewiesen entlang führte. An seinem Ende erspähte mein Liebster plötzlich einen kleinen Hügel, auf dem eine Sitzbank stand. Na wenn das mal kein guter Platz für ein Zwischenpäuschen ist. Denn: – Achtung Zitat! – „Man muss doch nicht die ganze Zeit in Bewegung bleiben!“ Und Recht hatte er. Nach einem kurzen, aber üppigen Anstieg konnten wir schließlich entspannt die schöne Aussicht über die vordere Parkseite genießen – bis ich eine Viertelstunde später wieder dem unermüdlichen Bewegungsdrang verfiel :). Tja, was soll ich sagen?! Geduld und Entspannung zählen eben nicht unbedingt zu meinen Tugenden. Also fügte sich „Mister Gemütlichkeit“ genervt in sein Schicksal und bummelte mit mir – für zwei Kugeln Eis als Entschädigung (im nahegelegenen „Eiscafe Kibo“: sehr lecker 🙂 ) – die letzte Runde durch den Park.

Fazit des Ganzen: Ein sehr schöner, überraschend entspannter Park im Herzen von Wedding. Zwar muss ich ehrlich zugeben, dass ich mir die Anlage ein bisschen größer vorgestellt hatte, allerdings wurde das durch die vielen „Entertainment“-Angebote wie Freiluftkino oder Tiergehege wieder aufgewogen. Wenn es noch ein bisschen wärmer draußen wird, komme ich bestimmt nochmal wieder – dann aber vielleicht mit dem einen oder anderen Futterlockmittel in der Tasche ;).

Adresse: Volkspark Rehberge, Windhuker Str. 52A, 13351 Berlin

Herbstliche Auszeit von Dunst und Donner

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Das Großstadtleben verlangt einem manchmal wirklich ganz schön viel ab. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es und würde nicht woanders leben wollen, aber ab und zu hab ich auch einfach genug. Volle Bahnen, stinkende Straßen und überall Radfahrer, die offenbar noch nie von einer StVo gehört haben, sorgen eben leider nicht gerade für Entspannung pur. Und das, obwohl ich über die Jahre schon gelernt habe, mit bewusst gesetzten Scheuklappen durch die Gegend zu laufen und alles Unwichtige auszublenden. Ganz nach dem Motto: Nix sehen, nix hören, nix sagen. Hauptsache ankommen. Doch letztes Wochenende durchbrach ich endlich mal wieder den alten Trott. Die Sonne schien, es war verhältnismäßig warm und mein Freund brannte sowieso schon die ganze Woche darauf, seine geliebte Kamera gebührend auszuführen (Zitat: „Die meckert schließlich nie rum.“). Und so packten wir ein paar Sachen zusammen und machten uns auf den Weg, um ein bisschen Natur zu schnuppern und den Großstadtalltag Großstadtalltag sein zu lassen. Das Ziel: die wohl berühmtesten „Berge“ der Hauptstadt – der „Drachenberg“ und der „Teufelsberg“.

Weg zum Teufelsberg BerlinWie es sich für eine richtige Berlinerin gehört, wusste ich natürlich nicht, wie wir da genau hinkommen. Dafür hatte sich mein freudig-aufgeregter Super-Organisator umso besser auf unseren kleinen Ausflug vorbereitet. Pünktlich am S-Bahnhof Heerstraße jagte er mich von meinem warm gesessenen Sitz hoch und forderte hektisch zum Aussteigen auf. Nach einem sportlichen Akt über die steilen Treppen sahen wir auch schon das erste Indiz dafür, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Das Straßenschild mit der Aufschrift „Teufelsseestraße“ wies nämlich exakt in die Richtung, die mein Liebster vorgeschlagen hatte. In diesem Moment merkte ich direkt die triumphierenden Blicke, die er mir als Antwort auf meine zuvor gehegten Zweifel gegenüber seinen Ortskenntnissen zuwarf. Gar nicht darauf eingehend, lächelte ich ihm unwissend-naiv entgegen und so bummelten wir einträchtig die gut befahrene Straße herunter. Selbstverständlich waren wir dabei keinesfalls allein – vor und hinter uns schienen nämlich viele Paare und Familien das gleiche Ausflugsziel geplant zu haben. Da sieht man mal wieder: Sobald es schön wird, tummeln sich alle auf dem einzigen grünen Fleckchen der City – wahrscheinlich wäre ein Tag im typischen Großstadtgerangel sogar entspannter gewesen :D.

Drachenberg Berlin WegAn einer kleinen Kreuzung bogen wir schließlich ab und erreichten nach nur wenigen Schritten die erste Gabelung: Hier verlief sich der Ansturm endlich ein bisschen, sodass wir unseren Weg (nach meinem Freund wohl der Gemütlichste und am wenigsten Anstrengende) zumindest mit ein bisschen mehr Ruhe fortsetzen konnten. Das bunte Laub auf dem Boden und den Bäumen entfaltete schnell seine entspannende Wirkung und ließ den kurzen Ärger über die Wandergruppenatmosphäre im Nu vergessen. Auch die frische Luft war eine willkommene Abwechslung zur sonst verordneten Smog-Therapie der Stadt. Drachenberg Berlin WaldAllerdings hätte sie für meinen Geschmack getrost noch einen Ticken frischer sein dürfen. Denn meine Kleiderwahl (ein mit Fell gefütterter Parker, der perfekt für einen Urlaub in sybirischen Landschaften konzipiert ist) brachte mich nach einer Weile ganz schön ins Schwitzen. Da ich jedoch nicht den nächsten triumphierenden Blick von Mister Super-Organisator kassieren wollte (der sich in einer luftig-leichten Lederjacke durch den Wald schwang) sagte ich nichts. Ich sagte nichts, sondern schwitze einfach vor mich hin – in der stillen Hoffnung, dass auf dem Drachenberg ein etwas kühleres Windchen wehen würde.

Aussicht vom Drachenberg BerlinTat es aber leider nicht! Nachdem wir uns den zum Schluss recht steil werdenden Weg hochgequält hatten, begrüßte uns Frau Sonne oben schon auf’s Herzlichste. Innerlich fast vor Hitze vergehend, versuchte ich mich schnell, auf etwas anderes zu konzentrieren. Und das sollte mir bei diesem Ausblick auch nicht weiter schwer fallen. Denn vom Drachenberg aus konnte man wunderbar weit über die ganze Stadt gucken – mit dem Funkturm und der City West im Vordergrund. Ein wirklich schönes Bild, was mein Liebster direkt nutzte, um seine Kamera zu Höchstleistungen anzutreiben. Drachen auf dem Drachenberg BerlinDas war mir nur recht! So hatte ich nämlich die Gelegenheit für einen schnellen, unauffälligen Jackenlüfter und den obligatorischen Rundumblick: Hier oben waren natürlich wieder sämtliche Leute versammelt, die wir von der Weggabelung bereits kannten. Allerdings störte das nicht weiter, sondern passte viel mehr in die herbstliche Atmosphäre eines sonnigen Oktobertages. Viele von ihnen hatten sogar Drachen mitgebracht, die sie -der Location gebührend- hoch und weit steigen ließen. Für einen alten Drachen-Fan wie mich genau das Richtige: Mit zugekniffenen Augen versuchte ich konzentriert, die spektakulärsten Flugmanöver auszumachen – inklusive des einen oder anderen „Booaaah!“s :). Dabei merkte ich gar nicht, wie schnell die Zeit verflog, sodass mein kleiner Hobby-Fotograf schon mit kribbelnden Füßen hinter mir trampelte. Also beschlossen wir, langsam den Rückweg anzutreten – aber nicht ohne einen kleinen Abstecher zum Teufelsberg!

Teufelsberg BerlinIch muss gestehen, dass es dieser Weg nochmal ganz schön in sich hatte, besonders was die Steigungen anging. Meine Schwitzgrenze war dementsprechend am Limit, als wir nach einer halben Stunde hoch und runter endlich vor den Pforten der ehemaligen Abhörstation standen. Auch hier tummelten sich wieder Unmengen an Menschen, die willens waren, für einen kleinen Rundgang auf dem sonst verschlossenen Gelände sieben Euro zu bezahlen. Wir waren es nicht. Und so traten wir nach ein paar Schnappschüssen bzw. -Achtung Zitat- „aufwendiger kunstvoller Fotografieästhetiken“ 🙂 endgültig den Heimweg an.

Fazit des Ausflugs: Wirklich, wirklich toll! Zwar ist man bei schönem Wetter nicht alleine unterwegs, aber wer die Ausblendtechniken der Großstadt beherrscht, wird sich daran nicht weiter stören. Alleine schon wegen des grandiosen Ausblicks, der frischen Luft und der friedlichen Waldatmosphäre werde ich sicherlich nochmal den Weg hinauf wagen – dann allerdings in etwas luftigerer Kleidung ;).

Zu Gast bei Berghain’s kleinem Nachbarn

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Das berühmt berüchtigte Berghain – fast jeder kennt es oder hat zumindest schonmal davon gehört. Angefangen bei den wohl strengsten Türstehern der Welt brodelt die Gerüchteküche weiter über wild durchzechte Wochenenden bis hin zu Darkrooms, aus denen es kein Entrinnen gibt. Fakt ist: Kaum ein anderer Club der Berliner Nachtszene hat in der Vergangenheit für soviel Furore gesorgt wie der (ehemalige) Schwulen- und Lesben-Treffpunkt. Ich muss zugeben, dass ich mich noch nie durch die strengen Pforten des Berghains geschoben habe – lange Zeit einfach aus bloßen Desinteresse, mittlerweile aber vor allem wegen der stolzen Eintrittspreise und langen Wartezeiten. Vergangene Woche schnupperte ich dann aber doch endlich mal ein bisschen Szene-Luft. Auf Vorschlag und Empfehlung eines Freundes statteten wir nach Feierabend dem kleinen Nachbarn des Kult-Clubs einen Besuch ab: dem „Bierhof Rüderdorf“.

Voller Neugier und mit hohen Erwartungen stolperten wir also über den sandig-steinigen Trampelpfad in Richtung Berghain. Nachdem wir uns an den metallenen Absperrungen des Szeneladens vorbei geschlängelt hatten, standen wir auch schon in der Mitte des Geschehens:

Das sommerliche Abendwetter rief scheinbar nicht nur bei uns den Durst auf ein frisch Gezapftes hervor – die Tische und Bänke waren bis auf wenige Ausnahmen von zufrieden wirkenden Gästen besetzt. Das ließ im ersten Moment natürlich ein wenig Enttäuschung aufkommen, jedoch wich diese recht schnell wieder strahlender Erleichterung. Was man nämlich auf den ersten Blick nicht gleich registrierte, fiel erst bei der fiebrigen Suche nach einem freien Plätzchen auf: Der Bierhof erstreckte sich über drei (!) Etagen und hatte hier und da einige versteckte Sitznischen zu bieten. Einen Platz zu finden schien damit wieder in greifbare Nähe gerückt zu sein und so bahnten wir uns erstmal den Weg zur Bar. Die vielen schattenspendenden Bäumen machten die Wartezeit ein wenig angenehmer, sodass ich mich nicht nur aufs Schwitzen konzentrierte, sondern auch ein beruhigendes Plätschern hinter mir bemerkte. Als ich daraufhin meinen Kopf wendete, konnte ich es kaum fassen: Die kleine Bieroase wartete tatsächlich mit einem eigenen, gigantischen Springbrunnen auf. Wenn das keine Urlaubsstimmung bringt … :).

Endlich an der Reihe orderten wir zwei Bier vom Fass (0,5 l), die je mit 3,90 € zu Buche schlugen. Normalerweise wäre ich über den Preis ein wenig entrüstet gewesen, weil man in Friedrichshain normalerweise ein bisschen weniger zahlt. Aber die gemütliche Wohlfühl-Atmosphäre der Location ließ mich einfach grinsend das Geld auf den Tresen legen.

Nachdem wir nun zufrieden unser Bier in den Händen trugen, setzten wir uns in eine kleine schattige Nische, die mit einem gemütlichen Sofa und dicken Kissen ausgestattet war. Da die Ecke jedoch in unmittelbarer Nähe zum Grill stand, dauerte es nicht lang und der Magen meines Freundes meldete Bedarf. So bestellte er sich einen BBQ Burger mit Pommes, für den er erstaunliche 9,00 € löhnen musste! Das riß mich dann doch aus meiner Wohlfühlblase. 9,00 € für Burger und Pommes! Soviel hatte ich noch nirgends für ein schnelles Fast Food Essen vom Grill bezahlt. Aber vielleicht konnte ja der Geschmack den königlichen Unkostenbeitrag aufwiegen. Zumindest als er sein kleines Menü beim Stand abholte, sah erstmal alles recht appetitlich aus – wenn auch etwas klein. Nach den ersten Bissen verkündete er jedoch, dass der Burger zwar nicht schlecht schmecke, aber auch nicht überragend sei. Gleiches galt für die Pommes, wobei die für meinen Gaumen deutlich zu salzig daher kamen.

Trotz des kleinen kulinarischen Debakels fand ich die Atmosphäre im „Bierhof Rüdersdorf“ wirklich entspannt und genau richtig für die heißen Tage. Durch seine gemütliche Ausstattung über drei Etagen mit den vielen lauschigen Sitznischen findet man immer ein ruhiges Plätzchen und kommt durch das Plätschern des Brunnens schnell in Urlaubsstimmung. Selbst, wenn ich nie einen Schritt in das sagenumwobene Berghain setzen werde, sein kleiner Nachbar wird mich definitiv öfter begrüßen dürfen :).

Sonntagliches Chill Out an der Spree

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Der Sommer hat es nun endlich in die Hauptstadt geschafft. Und wie er es geschafft hat. Bei den Temperaturen fühlt sich eine Arbeitswoche schonmal an wie eine niemals enden wollende Irrtour durch die Sahara. Selbst Ventilatoren sorgen da nur für ein spärliches Vergnügen. Zwar ist man kurz von der -mehr oder weniger kühlen- Brise erfrischt, jedoch muss man durch die gemütliche Rotation des Gerätes ewig warten, bis einen der kleine Windhauch erneut erreicht. Umso erfreuter war ich gestern, endlich das Wochenende begrüßen zu können. Endlich kann man sich mit Aktivitäten befassen, die den Gradzahlen vor der Tür gerecht werden: Liegen und Schwitzen. Kommt dann noch ein bisschen Meeresluft dazu, ist das edle Vorhaben perfekt umgesetzt. Wie gut, dass ich hierfür bereits vor einigen Wochen die ideale Location ausgemacht habe: das „Magdalena“ Outdoor Areal.

Magadalena ClubVerfehlen kann man die kleine Tanz-Oase definitiv nicht. Zwischen Ostkreuz und Treptower Park gelegen fällt sie schon beim Blick aus der Ringbahn (S41) ins Auge: ein verhältnismäßig großer Sandstrand mit Liegen und Bänken direkt an der Spree, angrenzend an eine kleine, mit Elektro-Beats belebte Tanzfläche. Vor Ort wirkte das Ganze dann doch etwas größer als vom Ringbahn-Fenster aus. Der große Eingangsbereich mit der benachbarten Hauptbar blieb einem nämlich verborgen. Empfangen wurde man bereits hier von tanzenden, gut gelaunten Sonnenanbetern. Und das auch aus gutem Grund: der Eintritt war nämlich an diesem Sonntag frei (sonst zwischen 5,00 € und 10,00 €). Das steigerte auch bei mir die Laune. Tänzelnd und mit über dem Kopf boxenden Händen bahnte ich mir den Weg über die Tanzfläche und erreichte mit einem großen Schritt die Beach-Area.

Zwar hämmerte mir dort noch immer der Bass in den Ohren, aber die entspannte Atmosphäre, die der Sand und das Wasser auslösten, ließen mich augenblicklich in Urlaubsstimmung verfallen. Ich suchte mir also ein lauschiges Plätzchen (was gar nicht so einfach war, da viele den gleichen Gedanken hatten) und ließ meine Blicke ein bisschen in der Gegend herumschweifen. Erst jetzt fiel mir das recht homogene Publikum auf: der Großteil hatte offenbar ein Jahres-Abo bei Solarent abgeschlossen und war mit der U5 oder S7 angereist. Das verlieh der Location ein leicht proletenhaftes Ambiente, woran man sich allerdings als weltoffener Friedrichshainer nicht weiter stört ;).

Fernsehturm Club MagdalenaTrotzdem hatte mich nach dieser Entdeckung der Drang nach einem kühlen Drink gepackt. Dazu galt es, sich erneut über die Tanzfläche zu kämpfen, auf der mittlerweile -passend zur Musik- Seifenblasen und ein bisschen Schaum für fröhliches Kreischen bei den Bewegungskünstlern sorgten. Als ich mein Ziel fast erreicht hatte, kreuzte plötzlich das flauschige Abbild des Fernsehturms meinen Weg. Die Überraschung in meinem Gesicht wich beim Anblick des tanzenden Berliner Wahrzeichens sofort einem vergnügten, quitschigen Kichern. Alleine deswegen hatte sich der Weg ins Magdalena gelohnt. Immernoch grinsend erreichte ich schließlich die Hauptbar. Nur ein Blick in die Getränkekarte genügte, um mir das Grinsen wieder aus dem Gesicht zu wischen: 3,50 € für ein kleines Bier! Das ist wirklich ganz schön happig! Gut, nun war an diesem Sonntag freier Eintritt, aber ich denke nicht, dass sich die Barpreise bei normalen Veranstaltungen zum Vorteil der Gäste ändern.

Nichtsdestotrotz hatte ich einen entspannten, schönen Sonntag dort. Neben gemütlichen Sitzen und Liegen bot das Magdalena auch ein gewisses Entertainment-Programm – sei es in Form von Seifenblasen, eines tanzendes Fernsehturms oder auch des (unfreiwilligerweise) „interessanten“ Publikums. Da heute wieder freier Eintritt ist, werde ich bestimmt nochmal für ein paar Stündchen vorbei schauen – vielleicht sieht man sich ja :).

Der grüne Zweig der Hauptstadt

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Urlaub ist doch etwas, wovon wir alle gar nicht genug kriegen können. Endlich mal raus aus dem Alltag, den Kopf frei machen und tun, was einem Spaß macht. Ich persönlich bin gerne in der Natur unterwegs, um der stickigen Stadtluft -zumindest mal für eine kurze Zeit- zu entfliehen. Lange Fahrten schrecken mich dabei allerdings immer ab. Wer schonmal einige Stunden im überfüllten Regionalexpress gefahren ist, weiß wahrscheinlich genau, was ich meine. An Urlaubsstimmung ist da jedenfalls nicht mehr zu denken. Gut, dass Berlins Facettenreichtum auch für den gestressten Großstädter ein Wundermittel bereit hält: die Müggelberge.

Haltestellenhaus BVG FähreAm besten startet man seine Tour dorthin von Grünau aus. Mit der S-Bahnlinie 8 ist die Endstation mit circa 20 Minuten Fahrtzeit vom Ostkreuz auch relativ schnell zu erreichen. Dort angekommen bietet sich der Weg über die Wassersportallee an. Der ist zwar nicht besonders schön, dafür erwartet den ausdauernden Wanderer am Ende bereits das erste Highlight: Die BVG Boots-Anlegestelle. Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit noch nicht mal wusste, dass es innerhalb Berlins eine Stadt-Fähre gibt. Umso aufregender war für mich die rasante Überfahrt zum Wendenschloss.

Ab hier muss man sich zunächst den Weg durch die Wohn- und Villensiedlung bahnen. Allzu genau umschauen sollte man sich jedoch lieber nicht. Denn beim einen oder anderen Haus konnte zumindest ich ein klitzekleines Neidgefühl nicht unterdrücken. Die Gegend ist großstadt-untypisch grün, ruhig und wirkt mit ihren kleinen und großen Vorgärten so idyllisch wie aus einem Ferienkatalog. Nach circa 30 Minuten erreicht man schließlich das zweite Highlight der Tour: Das Strandbad Wendenschloß (Eintritt: 4,00 €, ermäßigt 3,50 €). Leider war es an diesem Tag etwas zu kalt, um sich in die Fluten zu werfen. Ansonsten wäre hier wohl das Ende der Reise gewesen und ich würde vom Strand, dem kühlen Wasser und dem kleinen Cafe vor Ort berichten. Stattdessen zog es mich weiter in den nun dichter werdenden Wald. Ein nahegelegener Wegweiser deutete die Richtung zum Müggelturm an, für die ich mich -spontan wie ich eben bin- direkt entschied. Neben ein paar vereinzelten Spaziergängern war man dort so ziemlich allein auf weiter Flur. Vermutlich war das dem Mittwoch geschuldet, an dem sich die Wenigsten einen entspannten Tag in der Natur erlauben können :).

MüggelturmMit kleinen Pausen hier und da konnte ich mir nach circa 1,5 Stunden endlich stolz auf die Schulter klopfen: der Müggelturm war erreicht. Und das trotz des letztens Stückes, das einem mit einer Steigung von 18 % ganz schön was abverlangte. Man ist halt nichts mehr gewohnt ;). Ein Hinweisschild verwies auf die Möglichkeit des Turm-Erklimmens für 2,00 € (daran war allerdings bei meinem Keuchen nicht mehr zu denken) und eines Imbisses. Da ich Essen dabei hatte, entschied ich mich für den Rückweg über den Teufelssee. Ein Blick auf die Karte offenbarte die entsprechende Richtung, sodass es nach einer kurzen Verschnaufpause -in der mein Gesicht von scharlachrot wieder auf normalfarbig wechselte- weiter ging. Die Luft war klar, der Weg gut belaufbar und es roch nach Wald. Zu meiner Überraschung führte der Pfand nach einigen Minuten an bzw. über eine Cross-Radstrecke, die mit verschiedenen Hindernissen gespickt war. Leider war zu dieser Zeit nicht ein unerschrockener Biker da – der Parcours sah nämlich wirklich sehr eindrucksvoll aus.

TeufelsseeNach einer weiteren Stunde erreichte ich schließlich das letzte Etappenziel: das Teufelsmoor mit dem dahinter gelegenen Teufelssee. Den erschöpften Wanderer erwartet hier noch einmal Natur pur von seiner schönsten Seite! Durch das Moor führen normalerweise kleine Holzbrücken, um das Umfeld noch genauer erkunden zu können. Als ich dort war, wurden diese allerdings gerade restauriert. Doch alleine schon der Blick über das Moor, rüber zum Teich, genügte, um die gestresste Großstädterseele zu verwöhnen. Der lange Weg hatte sich definitiv gelohnt! Zurück ging es dann in Richtung Müggelheimer Damm. Die geschwollenen Füße ließen mich fordernd die Bushaltestelle ansteuern und waren sichtlich erleichtert, als sie im X69 endlich ein bisschen Entspannung fanden.

Trotz der Strapazen für Lunge und Fuß hat der Ausflug in die Natur Berlins ausgesprochen gut getan. Die Tour hat definitiv bewiesen, dass man sich vollgestopfte Regionalzüge sparen kann und stattdessen lieber die eigene grüne Umgebung erkundet. Ich für meinen Teil freue mich heute schon auf den nächsten Ausflug: der Müggelsee steht dabei ganz oben auf meiner Agenda :).