Kultur

Auf dem Piraten-Beiboot mit Dariusz und seinem Schwert

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Tja, eigentlich wollte ich euch heute – pünktlich zum zweiten Advent – von leckerem Glühwein und dudelnder Weihnachtsmusik berichten, aber wie es immer so ist, wurde daraus natürlich nichts. Bedankt euch bei Petrus, der letzten Donnerstag unbedingt einen Regentanz nach dem anderen aufführen musste. Naja, was soll’s?! Immerhin hatte mein bester Freund noch eine vielversprechende Alternative parat. Denn bei seinem letzten Streifzug durch den Kiez, trieb ihn Freund Zufall direkt in die Arme einer neuen Bar: die „12 Grad Aetherloge“ auf der Frankfurter Allee. Keine Frage, das wollte inspiziert werden! Den Rest des Beitrags lesen »

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Mit Jean’s Violine unter freiem Himmel

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Seitdem ich vor einiger Zeit mal mit meinem Freund in der Oper war („Zauberflöte“ im Schillertheater – wirklich tolles Stück!), ist er ein richtiger kleiner Fan geworden. Nicht nur wegen der klassischen Orchestermusik und dem zugegeben wirklich beeindruckenden Gesang, nein: Vor allem, weil er endlich nicht mehr allein unter den Schick-Angezogenen dieser Welt wandeln muss. Mir persönlich sind ja Sneaker und weiter Pulli deutlich lieber, aber tja – da ist eben jeder anders :). Nichtsdestotrotz war ich gestern nicht weniger begeistert, als „Mister Nobel-Jacket“ vom anstehenden Gratis-Klassik-Openair-Konzert der Staatsoper berichtete. Keine Frage, das mussten wir uns ansehen :). Den Rest des Beitrags lesen »

Samstagliches Schlendern mit Berliner Kleinstadt-Flair

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Die typische deutsche Kleinstadt hat wahrscheinlich schon jeder von uns einmal besucht: Es gibt eine Fußgängerzone mit einigen bekannten und vielen unbekannten Läden, den Marktplatz, auf dem mit Sicherheit gerade nichts los ist, wenn man ihn besucht und natürlich eine alte Kirche, die mitten im Stadtzentrum liegt. Dazu kommt, dass sich der Trubel auf den Straßen in Grenzen hält und man sich in aller Ruhe seinen touristischen Aktivitäten widmen kann. Berlin ist da hingegen schon ein etwas anderes Kaliber – besonders von „in aller Ruhe“ kann im typischen Stadtgeschehen kaum mehr die Rede sein. Das dachte ich zumindest bis vor Kurzem. Vergangenen Samstag überraschte mich mein Liebster nämlich mit einem spontanen Ausflug in die Spandauer Altstadt und belehrte mich (wie so oft) eines Besseren.

Fußgängerzone in der Altstadt SpandauMit der U7 ging es dazu relativ unproblematisch zum U-Bahnhof Altstadt-Spandau, sodass wir nach ein paar angestrengten Schnaufern über die Bahnhofstreppen bereits inmitten der Fußgängerzone standen. Fußgängerzone! Eine echte Rarität in der Hauptstadt! Zwar gibt es neben zahlreichen Shopping-Centern noch ein paar Einkaufsstraßen, aber autofreie Ladenzeilen sind wahrlich spärlich gesät. Umso erfreuter schlenderte ich an den vielen verschiedenen Läden vorbei und bestaunte deren üppige Schaufensterauslagen. Das Schöne daran war, dass der Großteil von ihnen aus kleinen Einzelhändlern bestand, die man eben nicht an jeder Ecke findet. Auch die Hausfassaden darüber waren einen zweiten Blick wert: Sauber verputzt und im typischen Altbau-Stil ließen sie bei mir sofort Erinnerungen an meinen letzten Ausflug nach Rheine/NRW aufkommen.

Zu meinem großen Bedauern hatte man in der Spandauer Altstadt allerdings nicht nur auf das entsprechende Kleinstadt-Flair geachtet, sondern sich auch gleich an den dazu passenden Öffnungszeiten orientiert. Für mich als Friedrichshainerin natürlich ein Schlag ins Gesicht: Samstagsshopping bis 18 Uhr – Verzeihung, aber dafür bin ich leider zu verwöhnt! Immerhin hatten die vielen kleinen Cafes und Restaurants dazwischen geöffnet, die vom Preis her -soweit ich das sehen konnte- alle recht moderat daher kamen. Einzig ein Fischrestaurant hebte sich ein bisschen aus der Masse hervor, aber für Fisch zahlt man ja generell immer etwas mehr.

Marktplatz in der Altstadt SpandauAm Ende der Fußgängerzone trumpfte die Altstadt noch einmal richtig auf und setzte dem Kleinstadt-Klischee sprichwörtlich die Krone auf. Sicherlich könnt ihr euch bereits denken, was uns erwartete: ein großer Marktplatz, auf dem natürlich gerade kein Markt stattfand :). Fairerweise muss man dazu sagen, dass es bereits halb sieben war. Dafür war es trotz schönen Wetters recht leer und entspannt, sodass sich unsere Aufmerksamkeit schnell auf die angrenzende Kirche richtete. Normalerweise hätten wir diese sicher ein bisschen näher inspiziert, jedoch hatte die Duftwolke der vielen Restaurants aus der Fußgängerzone langsam ihre Wirkung entfacht. Mit grummelndem Magen begaben wir uns daher auf unseren einstündigen Rückweg – allerdings nicht, ohne vorher noch einen kleinen Zwischenstopp in den „Arcarden“ eingelegt zu haben. Bei der Gelegenheit testeten wir das Center auch gleich noch auf sein Snackpotenzial (Asia-Nudeln: Prädikat befriedigend) und gingen so einigermaßen gesättigt zum Bahnhof.

Alles in allem hat mir der Ausflug ins Berliner Kleinstadtleben wirklich gut gefallen! Von den verträumten Einkaufsgassen über den großen Marktplatz bis hin zu den verschiedenen Restaurants wurden wirklich keine Details ausgelassen. Die entspannte Shopping-Atmosphäre mit den kleinen Geschäften werde ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal genossen haben – allerdings dann mit einem kleinstadtgerechteren Zeitmanagement. 🙂

Unbekannte Welten in der City West

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Faszination Unterwasserwelt: Schon als Kind konnte ich mich stundenlang vor das Aquarium meiner Freundin setzen und den Fischen bei ihren Schwimm- und Tauchmanövern zuschauen. Je bunter die Tiere waren, umso mehr leuchteten meine Augen. Wenn ich dann auch ab und zu mal Futter ins Aquarium geben durfte, war die Stimmung auf dem Höhenpunkt. Aber mal ehrlich: Was gibt es auch schöneres für ein Kind, als Tiere angucken oder gar füttern zu dürfen?! Umso weniger verwunderlich ist es, dass Ausflüge in den Zoo bzw. ins Aquarium zu meinen absoluten Highlights zählten. Und auch heute finde ich ab und zu mal Zeit, meinen schuppigen Freunden dort einen Besuch abzustatten.

Das Gebäude selbst und sein Eingangsbereich haben sich bis heute nicht sonderlich verändert. So erstrahlt der Bau noch immer in seinem alten 50er Jahre Charme und lockt mit dem Springbrunnen, auf dem eine riesige Echse prangt, viele staunende Kinder an. Was sich jedoch deutlich verändert hat, ist der Eintrittspreis. Bei einer Tageskarte ist man inzwischen mit einem stolzen Preis von 13,00 € mit von der Partie. Ob das wohl an den teureren Unterhaltskosten für die Tiere oder doch eher an denen des Zoo-Managers liegt, sei an dieser Stelle mal dahin gestellt. Ist man jedoch erstmal drinnen, wird man nach dem Bezwingen einer kleinen Treppe sofort mit dem ersten Highlight belohnt: einem Becken voller japanischer Koi-Karpfen. Das tolle daran ist, dass die Tiere durch das frei zugängliche Becken direkt angefasst und „gestreichelt“ werden können. Da sie jedoch recht scheu sind, gehört natürlich ein bisschen Übung dazu ;).

gelber Kugelfisch im Aquarium BerlinIst der erste Kontakt mir den blubbernden, stummen Gesellen hinter sich gebracht, führt ein dunkel gehaltener Rundgang durch die größtenteils exotische Unterwasserwelt. Was man hier an Farben-, Größen- und Formvielfalt geboten bekommt, habe ich bislang in noch keinem anderen Aquarium so gesehen: Vom runden Zitronen-Kugelfisch über scharf-bezahnte Haie bis hin zu weiß-schimmernden Quallen – ein bewunderndes Raunen dürfte wohl bei jedem Besucher mindestens einmal über die Lippen rollen. Und wenn man genug von der schillernden Unterwasserwelt hat, bieten die zwei oberen Etagen genügend Abwechslung.

Krokodil im Aquarium BerlinSo sind zum Beispiel im zweiten Stock sämtliche Reptilien wie Schlangen, Komodowarane und Krokodile zu Hause. Die besonders Mutigen unter euch wagen einen Kurzbesuch bei den Krokodilen. Denen sagt man nämlich nicht mal schnell durch eine Glasscheibe „Hallo!“, sondern begibt sich direkt über eine höher gelegene Holzbrücke in ihr trautes Heim. Da sich so ein Großteil des Rundgangs einsparen lässt, wird der Gang durchs Kroko-Wohnzimmer von einigen auch als kleine Abkürzung zweckentfremdet. Nicht jeder ist schließlich auf die Begegnung mit den vielen anderen, teilweise auch schleimigen, Bewohnern der Etage versessen.

Vogelspinne Aquarium BerlinDas dritte Stockwerk ist ebenfalls nichts für zart besaitete Gemüter, denn hier tummeln sich Insekten aller Art in ihren recht bescheidenen Unterkünften. Dabei trifft man sowohl auf altbekannte Gesellen wie Ameisen und Riesenheuschrecken, aber eben auch auf exotische Krabbler wie zum Beispiel das „wandelnde Blatt“ oder die Vogelspinne. Wer sich jedoch gar nicht mit den kleinen Vielbeinern anfreunden kann, hat zumindest eine schöne Aussicht auf das Krokodilgehege. Anders als auf der freistehenden Brücke, lassen sich die schuppigen Urzeitwesen nämlich von hier aus hinter einer sicheren Glaswand beobachten.

Alles in allem lohnt sich ein Besuch des Aquariums auf jeden Fall. Zwar ist der Preis nicht gerade familienfreundlich, die vielen verschiedenen Arten und die Aufmachung der Gehege sind es jedoch wirklich wert! Bei mir hat das Aquarium zumindest für eine tiefgehende, lebenslange Liebe zu großen, blubbernden Koi-Karpfen gesorgt – was will man mehr 😉 ?!

Das blumige Gesicht Neuköllns

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Seit nunmehr fast 30 Jahren ist die Hauptstadt mein Zuhause. Hier bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe studiert. Um ehrlich zu sein, habe ich auch noch nie daran gedacht, wegzugehen. Warum auch?! Schließlich gibt es den Facettenreichtum Berlins an kaum einem anderen Ort. Dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht alle Seiten der Hauptstadt mag. Gewisse Gegenden meidet man einfach lieber – teilweise wegen schlechter Erfahrungen, teilweise wegen ihres umstrittenen Rufs. Eine davon ist definitiv Neukölln. Ob Hermannstraße, Hermannplatz oder Sonnenallee – irgendwie wirkten die verfallenen Häuser und zum Teil zwielichtigen Gestalten noch nie besonders einladend auf mich. Vergangenen Donnerstag wurde ich allerdings eines Besseren belehrt und entdeckte eine völlig neue Seite am verrufenen Neukölln. Der südliche Teil des Bezirks (Britz) birgt nämlich eine wahre Ruhe-Oase: den „Britzer Garten“.

Karte Britzer GartenMit einem schmalen Eintritt von 2,00 € erhält man an verschiedenen Eingängen Zutritt zum riesigen Parkgelände. Ich nutzte den Eingang Britzer Damm und musste mich drinnen anhand des Lageplans erstmal orientieren: Im Prinzip gibt es einen Rundgang, der an verschiedenen Abzweigungen unterbrochen werden kann. Will man aber alles einmal gesehen haben, ist der Rundgang keine schlechte Idee. Dieser führt an großflächigen Liegewiesen, einem riesigen Teich und verschiedenen Themengärten mit herrlichen Blumen und Kräutern vorbei.

Besonders für Familien mit kleinen Kindern bietet der Garten so einiges: Neben viel Platz zum Austoben sind überall verteilt Holzspielgeräte zu finden sowie ein großer Spielplatz mit angrenzendem Badebassin. Die Tiere des Parks dürften ebenfalls für staunende und leuchtende Kinderaugen sorgen: So gibt es nicht nur die Teichbewohner „Karpfen“ und „Ente“ zu entdecken, sondern auch die typischen Vertreter aus dem Streichelgehege wie Ziege, Schaf und Esel. Während die Kleinen umhertollen, können die Großen entweder ausspannen oder sich bei einer Partie Minigolf in sportlichem Geschick üben (3,50 €). Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich schon wesentlich aufregendere Bahnen zu einem besseren Preis gesehen habe. Für mich zählt die Anlage definitiv nicht zu den Highlight des Gartens!

Anderes gilt für die parkeigene Bimmelbahn: Wenn sich der Rundgang -besonders bei warmen Temperaturen- ins schier Unendliche zieht, schwingt man sich einfach in den fast schon malerischen Zug und gönnt den schmerzenden Füßen eine Pause (Rundfahrt: 5,00 €, eine Station: 1,00 €). Die Haltestellen sind flächendeckend im Garten verteilt und gut sichtbar mit kleinen Bahnhofsschildern gekennzeichnet. Allerdings sollte man sich auf eine eher berlinuntypische Wartezeit einstellen: Der Zug kommt nämlich nur einmal pro Stunde! Da ich ihn natürlich gerade verpasst hatte, als mein Fußbrand so richtig in Wallung kam, vertröstete ich mich stattdessen mit einem kleinen Pausenhappen.

Hierfür begibt man sich am besten in die umliegenden Cafes und Restaurants. Bei einemRestaurant Britzer Garten kühlen Getränk oder leckeren Snack vergeht die Zeit schließlich wie im Fluge. Dabei wird das Portemonnaie auch nicht übermäßig beansprucht. Die meisten Lokalitäten haben ein Preisniveau mit Imbissbuden-Charakter. Ich entschied mich für ein -dem Wetter entsprechend- erfrischendes Eis vom Italiener (je Kugel: 1,00 €). Und das Eis wirkte tatsächlich Wunder bei der Hitze – so verzichtete ich auf eine wilde Fahrt mit der Bahn und schlenderte gut durchgekühlt in Richtung Ausgang.

Insgesamt muss ich zugeben, dass mich die gepflegte Aufmachung und das entspannte Ambiente des Britzer Gartens wirklich positiv überrascht hat. Eine solche Anlage hätte ich wohl nie im vermeintlich „bösen“ Neukölln erwartet. Vielleicht ist man manchmal doch etwas zu voreilig mit seiner Meinung über bestimmte Dinge … Ich für meinen Teil habe die Meinige bereits revidiert ;).

Im Club der visionsarmen Visionäre

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Obwohl ich schon mein ganzes Leben durch die Straßen Berlins ziehe, bin ich noch immer hingerissen vom Charme und der Lebhaftigkeit der Stadt. Bevölkerte Bürgersteige, Bars, Cafes und Märkte, wohin das Auge reicht. Das Wunderbare daran ist, dass es neben dem typischen Stadtbild Berlins auch viel Unkonventionelles und Kurioses zu entdecken gibt. Teilweise ist dieser einzigartige Mix der hiesigen Künstlerszene zu verdanken, die sich hier vor allem in der Nachwendezeit etabliert hat. Bis heute fühlen sich Visionäre und Freigeister vom Flair Berlins inspiriert und pilgern scharenweise in die Spree-Metropole. Kreuzberg hat ihnen nun mit dem „Club der Visionäre“ eine Location gewidmet, der ich vergangenen Mittwoch mit ein paar Freunden einen Besuch abstatte.

Club der VisionäreDer Abend startete zunächst gut: Da es nämlich noch verhältnismäßig früh war (circa 19 Uhr), verzichteten die Herren an der Tür auf den üblichen Eintritt von 3 Euro. Unsere zufriedenen Gesichter betraten daraufhin den Club und bestaunten die wirklich gemütliche Location. Mit viel Holz an Boden, Bar und teilweise Decke liegt die Tanzbar unmittelbar an der Spree. Genau dort sind auch viele gepolsterte Sitzmöglichkeiten aufgebaut, wo man unter beleuchteten Bäumen Platz nehmen kann. Wer sich hingegen lieber etwas bewegen möchte, kann sich auf der kleinen Tanzfläche neben den Sitzecken „ganz visionär“ zu elektronischen Klängen entfalten. Wenn es zu voll wird (und das wird es ab einer bestimmten Uhrzeit!), bietet die obere Etage genug Platz und in der Regel auch etwas Ruhe.

Da viel Bewegung durstig macht, traten wir nach einem kleinen Rundgang erstmal den Weg zur Bar an. Die zuvor freudigen Gesichter wichen beim Anblick des Ansturms auf den viel zu kleinen Tresen sofort genervtem Augenrollen und fallenden Mundwinkeln. Diese sanken noch tiefer, als wir uns durch die Menschenmassen zur Getränkekarte durchgekämpft hatten: kleines Bier 3,00 €, Cocktails ab 7,50 € und -nicht zu vergessen- 1,00 € für den DJ. Der Durst siegte jedoch über den Geiz und nach circa 20 Minuten Schieben und Drängeln hielten wir endlich ein paar Drinks in der Hand. Bei dem erneuten Versuch, ein Getränk zu erwerben, musste die Bestellung zugunsten der privaten Angelegenheiten des Barkeepers warten. Nachdem wir ihn höflichst darauf aufmerksam machten, stieß das bei ihm leider auf wenig Verständnis. Mürrisch bereitete er dennoch die Getränke zu.

Die waren auch bitter nötig, wenn man einen Blick ins Publikum warf. Der ließ vermuten, dass man sich nicht im „Club der Visionäre“, sondern eher im „Club der Halluzinogene“ befand. Immerhin sorgte so der Eine oder Andere unfreiwillig für etwas Entertainment, wodurch das Ärgernis um die Getränke-Wartezeit und die recht pfeffrigen Preise in Vergessenheit geriet.

Mein Fazit für den Abend: Die Location an sich ist wirklich top! Das Personal glänzt dafür leider durch mangelhafte Organisation und Trägheit, das Publikum ist teilweise gewöhnungsbedürftig und die Preise tatsächlich einer Vision entsprungen! Ich für meinen Teil werde mir für die wärmeren Tage definitiv eine andere Location an der Spree suchen und euch selbstverständlich darüber informieren ;)!

Mai-Freuden im Kreuzberger Kiez

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Obwohl es mittlerweile wieder etwas frischer geworden ist, hat man doch das Gefühl, dass sich der Winter nun endgültig verabschiedet hat. Überall blühende Kirschblüten, grüne Knospen und zunehmend vollere Straßencafes und -bars. Ein Blick auf den Kalender gibt uns definitiv Recht: Immerhin haben wir fast Mai und der Türspalt zwischen Frühling und Sommer öffnet sich immer weiter. Um sich vollends auf die bevorstehende warme Jahreszeit einzustimmen, wird nach traditionellem Brauch in den ersten Mai getanzt. Berlin bietet zu diesem Anlass selbstverständlich wieder jede Menge Gelegenheiten. Ich persönlich favorisiere den nahe gelegenen Nachbarkiez rund um den Mariannplatz in Kreuzberg.

Berlin Kreuzberg MyFestHier wird in den Bereichen rund um das Kottbusser Tor, den Heinrichplatz und die Oranienstraße seit 2003 das sogenannte „Myfest“ veranstaltet. Zu sehen und erleben gibt es dabei allerhand: Ob Konzerte aus den verschiedenen Genres (z.B. HipHop, Reggae, Punk) oder lebhaftes Comedy-Theater: für wirklich jeden Geschmack ist etwas dabei! Selbst die kleinen Besucher kommen voll auf ihre Kosten. Verschiedene Aktionen, wie beispielsweise der Kindererlebnisparcours auf dem Mariannplatz, sorgen für Spaß und Unterhaltung und gönnen den Eltern eine kleine Ruhepause :). Wer Genaueres zu den geplanten Veranstaltungen wissen möchte, kann gerne mal einen Blick in den Programmplan riskieren.

MyFest Kreuzberg BerlinBesonders grandios finde ich das alljährliche kulinarische Angebot auf dem interkulturellen Fest: Wer mal keine Lust auf den Standard-Döner um die Ecke hat, kann hier türkische, arabische oder auch pakistanische Speisen probieren. Diese werden in der Regel nach traditionellem Rezept und direkt vor den Augen des hungrigen Maitänzers zubereitet. Verdursten muss natürlich auch niemand: von Cocktails über Bier bis hin zu alkoholfreien Erfrischungsgetränken werden so ziemlich alle Wünsche erfüllt. Preislich hat das Ganze einen typischen Volksfest-Charakter: Cocktails bewegen sich zwischen 6,00 € und 8,00 €, für Bier zahlt man um die 3,00 €. Die umliegenden Spätis bieten jedoch auch preisgünstigere Alternativen für den kleineren Geldbeutel ;).

Laut meiner Wetter-App stehen die Zeichen für einen sonnigen open Air Mai-Tanz nicht gerade besonders gut. Also zieht eure Regenstiefel an, bringt gute Laune mit und auch ein bisschen (mehr) Schlemmer-Kleingeld für den zufriedenen Magen. Dann werdet ihr dort sicherlich trotzdem so viel Spaß haben, wie ich in den letzten 10 Jahren :).