Natur

Wenn Fitness und Golf die Oberhand gewinnen …

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Und wieder einmal geht eine super stressige Woche zu Ende. Schuld daran ist zum einen mein neues Sportprogramm, das ich seit Januar durchziehe (ja, ein bisschen Bewegung nach der Arbeit muss sein 🙂 ) und zum anderen der Mädelssamstag, den Miss Austria vor einigen Tage angeleiert hatte. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, was das im Umkehrschluss heißt. Genau: Ich bin mal wieder nicht zum Schreiben gekommen. Aaaaber: das Ganze hat auch etwas Gutes! Denn am besagten Mädelssamstag ging es zu nichts Geringerem als einer Partie Schwarzlicht-Minigolf. Wie es war und was dort genau geboten wurde, berichte ich euch dann am nächsten Sonntag – ihr dürft also gespannt sein 🙂 .

Mädelsabend
Auf zum Mädelsabend 🙂 !

 

Und für heute gebe ich euch erstmal diese Empfehlungen mit auf den Weg (alles Locations, die mir wirklich gefallen haben):

  1. Zuerst ein netter Spaziergang rund um den Tegeler See …
  2. … dann ein leckeres Eis im Café La Piazetta.
  3. Und wenn dann noch genügend Geld übrig ist, ab zu einem kuriosen Wochenend-Absacker ins Klo.

Falls ihr schon andere Pläne habt, auch gut. Hauptsache, ihr macht euch einen entspannten Sonntag und genießt die wenigen Sonnenstrahlen. Wir lesen uns dann nächste Woche wieder: Ich freu mich drauf 🙂

 

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Hinter den sieben (Reh-) Bergen

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Als Kind gab es für mich wohl kaum etwas Schöneres als den Besuch im Tierpark. Stunde für Stunde habe ich vor den Gehegen gestanden, gestaunt und natürlich – wie wohl jeder von uns 😀 – versucht, durch „Uuuuh Uuuuh“s oder „Määäh Määäh“s ein nettes Gespräch mit den Bewohnern anzufangen. Zugegeben, waren die meisten davon eher einseitiger Natur. Aber immerhin erhaschte ich so den einen oder anderen Blick, der nicht selten (angetrieben von der Motivation, es besser zu können) in einem neuen Kommunikationsversuch seines Besitzers endete. Ja, da sag‘ nochmal einer, wir Berliner wären nicht redselig :D. Und das sollte auch mein Liebster kürzlich am eigenen Laib erfahren: bei einem kleinen, arglosen Spaziergang im „Volkspark Rehberge“.

Freiluftkino Volkspark RehbergeAber dazu später mehr. Zunächst galt es nämlich erstmal, den Eingang ins grüne Weddinger Vergnügen zu finden. Ja, für jemanden, der nur selten aus dem eigenen Kiez herauskommt, kann das schon herausfordernd sein :). Dank Google Maps hielt sich die Verirrungsgefahr allerdings in Grenzen, sodass wir nach einem kurzen Marsch über die „Swakopmunder Straße“ bereits vor dem Freiluftkino des Parks standen: „Oh, hier war ich mal mit ’nem netten Mädel einen Film gucken – da kannten wir uns noch gar nicht.“ tönte es plötzlich von meiner Rechten. Die dabei in der Stimme schwimmende Wehmut veranlasste mich direkt zu einem zarten Ellenbogenstoß: „Na wie gut, dass diese traurigen Zeiten jetzt vorbei sind, nicht wahr?!“ Schelmig grinsend nickte mein Freund und folgte mir über den steinigen Weg hinein.

Fluss im Volkspark RehbergeVorbei an einem breiten Fluss, standen wir nach einigen Metern vor der ersten kleinen Abzweigung. Tja, wohin nun?! Die Entscheidungsfreude schien sich an diesem sonnigen Tag offenbar auch eine Auszeit genommen zu haben. Die Intuition einer Frau tut das hingegen nie ;). Also griff ich beherzt nach der Hand meines nostalgischen Kinogängers und zog ihn zielsicher auf den geradeaus führenden Weg. Dabei bemerkte ich, dass trotz des schönen Wetters verhältnismäßig wenig Leute durch den Park spazierten. Versteht mich nicht falsch, ich bin sowieso kein Freund von Massenansammlungen, von daher begrüßte ich die entspannte Leere – aber ein bisschen verwunderte es mich schon.

Tiergehege im Volkspark Rehberge„Guck mal, sind das da hinten nicht Tiergehege?“ riss mich plötzlich eine am Arm zuppelnde Stimme aus der Grübelei. Und mein eben noch erschrockener Blick verwandelte sich direkt in pure Verzückung! Denn ja! Vor uns waren tatsächlich ein paar riesige Tiergehege zu sehen. Vom Enthusiasmus gepackt, stürmte ich sofort die nach rechts führende Abzweigung hinunter, bis hin zu den großen Zäunen auf der Wiese. Mein Liebster, deutlich weniger enthusiastisch, hinterher. Kaum hatte ich das Ziel erreicht, scannten meine Augen auch schon den Bereich der Begierde nach seinen Bewohnern ab. Doch die waren leider alle in kaum erkennbarer Ferne – was mich natürlich nicht davon abhielt, mit ein paar lauten „Määäh Määäh!“s auf mich aufmerksam zu machen. Erfolgreich! – Allerdings bei der falschen Zielgruppe. Mein breit grinsendes Anhängsel war mittlerweile nämlich ebenfalls am Zaun eingetroffen und strahlte verzückt: „Naaa? Ein Gespräch unter Gleichgesinnten?“ Mürrisch ließ ich daraufhin von der drahtigen Trennwand ab und stiefelte – ein bisschen geknickt – an der Seite des „Stichel-Königs“ zurück auf den Hauptweg.

Hügel im Volkspark RehbergeDer strahlende Sonnenschein, die blühenden Bäume und das satte Wiesengrün ließen den Gram über die tierische Ignoranz allerdings schnell wieder verfliegen. Stattdessen bogen wir frohen Mutes auf den breiten Nebenweg ein, der zwischen zwei großen Liegewiesen entlang führte. An seinem Ende erspähte mein Liebster plötzlich einen kleinen Hügel, auf dem eine Sitzbank stand. Na wenn das mal kein guter Platz für ein Zwischenpäuschen ist. Denn: – Achtung Zitat! – „Man muss doch nicht die ganze Zeit in Bewegung bleiben!“ Und Recht hatte er. Nach einem kurzen, aber üppigen Anstieg konnten wir schließlich entspannt die schöne Aussicht über die vordere Parkseite genießen – bis ich eine Viertelstunde später wieder dem unermüdlichen Bewegungsdrang verfiel :). Tja, was soll ich sagen?! Geduld und Entspannung zählen eben nicht unbedingt zu meinen Tugenden. Also fügte sich „Mister Gemütlichkeit“ genervt in sein Schicksal und bummelte mit mir – für zwei Kugeln Eis als Entschädigung (im nahegelegenen „Eiscafe Kibo“: sehr lecker 🙂 ) – die letzte Runde durch den Park.

Fazit des Ganzen: Ein sehr schöner, überraschend entspannter Park im Herzen von Wedding. Zwar muss ich ehrlich zugeben, dass ich mir die Anlage ein bisschen größer vorgestellt hatte, allerdings wurde das durch die vielen „Entertainment“-Angebote wie Freiluftkino oder Tiergehege wieder aufgewogen. Wenn es noch ein bisschen wärmer draußen wird, komme ich bestimmt nochmal wieder – dann aber vielleicht mit dem einen oder anderen Futterlockmittel in der Tasche ;).

Adresse: Volkspark Rehberge, Windhuker Str. 52A, 13351 Berlin

Herbstliche Auszeit von Dunst und Donner

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Das Großstadtleben verlangt einem manchmal wirklich ganz schön viel ab. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es und würde nicht woanders leben wollen, aber ab und zu hab ich auch einfach genug. Volle Bahnen, stinkende Straßen und überall Radfahrer, die offenbar noch nie von einer StVo gehört haben, sorgen eben leider nicht gerade für Entspannung pur. Und das, obwohl ich über die Jahre schon gelernt habe, mit bewusst gesetzten Scheuklappen durch die Gegend zu laufen und alles Unwichtige auszublenden. Ganz nach dem Motto: Nix sehen, nix hören, nix sagen. Hauptsache ankommen. Doch letztes Wochenende durchbrach ich endlich mal wieder den alten Trott. Die Sonne schien, es war verhältnismäßig warm und mein Freund brannte sowieso schon die ganze Woche darauf, seine geliebte Kamera gebührend auszuführen (Zitat: „Die meckert schließlich nie rum.“). Und so packten wir ein paar Sachen zusammen und machten uns auf den Weg, um ein bisschen Natur zu schnuppern und den Großstadtalltag Großstadtalltag sein zu lassen. Das Ziel: die wohl berühmtesten „Berge“ der Hauptstadt – der „Drachenberg“ und der „Teufelsberg“.

Weg zum Teufelsberg BerlinWie es sich für eine richtige Berlinerin gehört, wusste ich natürlich nicht, wie wir da genau hinkommen. Dafür hatte sich mein freudig-aufgeregter Super-Organisator umso besser auf unseren kleinen Ausflug vorbereitet. Pünktlich am S-Bahnhof Heerstraße jagte er mich von meinem warm gesessenen Sitz hoch und forderte hektisch zum Aussteigen auf. Nach einem sportlichen Akt über die steilen Treppen sahen wir auch schon das erste Indiz dafür, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Das Straßenschild mit der Aufschrift „Teufelsseestraße“ wies nämlich exakt in die Richtung, die mein Liebster vorgeschlagen hatte. In diesem Moment merkte ich direkt die triumphierenden Blicke, die er mir als Antwort auf meine zuvor gehegten Zweifel gegenüber seinen Ortskenntnissen zuwarf. Gar nicht darauf eingehend, lächelte ich ihm unwissend-naiv entgegen und so bummelten wir einträchtig die gut befahrene Straße herunter. Selbstverständlich waren wir dabei keinesfalls allein – vor und hinter uns schienen nämlich viele Paare und Familien das gleiche Ausflugsziel geplant zu haben. Da sieht man mal wieder: Sobald es schön wird, tummeln sich alle auf dem einzigen grünen Fleckchen der City – wahrscheinlich wäre ein Tag im typischen Großstadtgerangel sogar entspannter gewesen :D.

Drachenberg Berlin WegAn einer kleinen Kreuzung bogen wir schließlich ab und erreichten nach nur wenigen Schritten die erste Gabelung: Hier verlief sich der Ansturm endlich ein bisschen, sodass wir unseren Weg (nach meinem Freund wohl der Gemütlichste und am wenigsten Anstrengende) zumindest mit ein bisschen mehr Ruhe fortsetzen konnten. Das bunte Laub auf dem Boden und den Bäumen entfaltete schnell seine entspannende Wirkung und ließ den kurzen Ärger über die Wandergruppenatmosphäre im Nu vergessen. Auch die frische Luft war eine willkommene Abwechslung zur sonst verordneten Smog-Therapie der Stadt. Drachenberg Berlin WaldAllerdings hätte sie für meinen Geschmack getrost noch einen Ticken frischer sein dürfen. Denn meine Kleiderwahl (ein mit Fell gefütterter Parker, der perfekt für einen Urlaub in sybirischen Landschaften konzipiert ist) brachte mich nach einer Weile ganz schön ins Schwitzen. Da ich jedoch nicht den nächsten triumphierenden Blick von Mister Super-Organisator kassieren wollte (der sich in einer luftig-leichten Lederjacke durch den Wald schwang) sagte ich nichts. Ich sagte nichts, sondern schwitze einfach vor mich hin – in der stillen Hoffnung, dass auf dem Drachenberg ein etwas kühleres Windchen wehen würde.

Aussicht vom Drachenberg BerlinTat es aber leider nicht! Nachdem wir uns den zum Schluss recht steil werdenden Weg hochgequält hatten, begrüßte uns Frau Sonne oben schon auf’s Herzlichste. Innerlich fast vor Hitze vergehend, versuchte ich mich schnell, auf etwas anderes zu konzentrieren. Und das sollte mir bei diesem Ausblick auch nicht weiter schwer fallen. Denn vom Drachenberg aus konnte man wunderbar weit über die ganze Stadt gucken – mit dem Funkturm und der City West im Vordergrund. Ein wirklich schönes Bild, was mein Liebster direkt nutzte, um seine Kamera zu Höchstleistungen anzutreiben. Drachen auf dem Drachenberg BerlinDas war mir nur recht! So hatte ich nämlich die Gelegenheit für einen schnellen, unauffälligen Jackenlüfter und den obligatorischen Rundumblick: Hier oben waren natürlich wieder sämtliche Leute versammelt, die wir von der Weggabelung bereits kannten. Allerdings störte das nicht weiter, sondern passte viel mehr in die herbstliche Atmosphäre eines sonnigen Oktobertages. Viele von ihnen hatten sogar Drachen mitgebracht, die sie -der Location gebührend- hoch und weit steigen ließen. Für einen alten Drachen-Fan wie mich genau das Richtige: Mit zugekniffenen Augen versuchte ich konzentriert, die spektakulärsten Flugmanöver auszumachen – inklusive des einen oder anderen „Booaaah!“s :). Dabei merkte ich gar nicht, wie schnell die Zeit verflog, sodass mein kleiner Hobby-Fotograf schon mit kribbelnden Füßen hinter mir trampelte. Also beschlossen wir, langsam den Rückweg anzutreten – aber nicht ohne einen kleinen Abstecher zum Teufelsberg!

Teufelsberg BerlinIch muss gestehen, dass es dieser Weg nochmal ganz schön in sich hatte, besonders was die Steigungen anging. Meine Schwitzgrenze war dementsprechend am Limit, als wir nach einer halben Stunde hoch und runter endlich vor den Pforten der ehemaligen Abhörstation standen. Auch hier tummelten sich wieder Unmengen an Menschen, die willens waren, für einen kleinen Rundgang auf dem sonst verschlossenen Gelände sieben Euro zu bezahlen. Wir waren es nicht. Und so traten wir nach ein paar Schnappschüssen bzw. -Achtung Zitat- „aufwendiger kunstvoller Fotografieästhetiken“ 🙂 endgültig den Heimweg an.

Fazit des Ausflugs: Wirklich, wirklich toll! Zwar ist man bei schönem Wetter nicht alleine unterwegs, aber wer die Ausblendtechniken der Großstadt beherrscht, wird sich daran nicht weiter stören. Alleine schon wegen des grandiosen Ausblicks, der frischen Luft und der friedlichen Waldatmosphäre werde ich sicherlich nochmal den Weg hinauf wagen – dann allerdings in etwas luftigerer Kleidung ;).

Der grüne Zweig der Hauptstadt

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Urlaub ist doch etwas, wovon wir alle gar nicht genug kriegen können. Endlich mal raus aus dem Alltag, den Kopf frei machen und tun, was einem Spaß macht. Ich persönlich bin gerne in der Natur unterwegs, um der stickigen Stadtluft -zumindest mal für eine kurze Zeit- zu entfliehen. Lange Fahrten schrecken mich dabei allerdings immer ab. Wer schonmal einige Stunden im überfüllten Regionalexpress gefahren ist, weiß wahrscheinlich genau, was ich meine. An Urlaubsstimmung ist da jedenfalls nicht mehr zu denken. Gut, dass Berlins Facettenreichtum auch für den gestressten Großstädter ein Wundermittel bereit hält: die Müggelberge.

Haltestellenhaus BVG FähreAm besten startet man seine Tour dorthin von Grünau aus. Mit der S-Bahnlinie 8 ist die Endstation mit circa 20 Minuten Fahrtzeit vom Ostkreuz auch relativ schnell zu erreichen. Dort angekommen bietet sich der Weg über die Wassersportallee an. Der ist zwar nicht besonders schön, dafür erwartet den ausdauernden Wanderer am Ende bereits das erste Highlight: Die BVG Boots-Anlegestelle. Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit noch nicht mal wusste, dass es innerhalb Berlins eine Stadt-Fähre gibt. Umso aufregender war für mich die rasante Überfahrt zum Wendenschloss.

Ab hier muss man sich zunächst den Weg durch die Wohn- und Villensiedlung bahnen. Allzu genau umschauen sollte man sich jedoch lieber nicht. Denn beim einen oder anderen Haus konnte zumindest ich ein klitzekleines Neidgefühl nicht unterdrücken. Die Gegend ist großstadt-untypisch grün, ruhig und wirkt mit ihren kleinen und großen Vorgärten so idyllisch wie aus einem Ferienkatalog. Nach circa 30 Minuten erreicht man schließlich das zweite Highlight der Tour: Das Strandbad Wendenschloß (Eintritt: 4,00 €, ermäßigt 3,50 €). Leider war es an diesem Tag etwas zu kalt, um sich in die Fluten zu werfen. Ansonsten wäre hier wohl das Ende der Reise gewesen und ich würde vom Strand, dem kühlen Wasser und dem kleinen Cafe vor Ort berichten. Stattdessen zog es mich weiter in den nun dichter werdenden Wald. Ein nahegelegener Wegweiser deutete die Richtung zum Müggelturm an, für die ich mich -spontan wie ich eben bin- direkt entschied. Neben ein paar vereinzelten Spaziergängern war man dort so ziemlich allein auf weiter Flur. Vermutlich war das dem Mittwoch geschuldet, an dem sich die Wenigsten einen entspannten Tag in der Natur erlauben können :).

MüggelturmMit kleinen Pausen hier und da konnte ich mir nach circa 1,5 Stunden endlich stolz auf die Schulter klopfen: der Müggelturm war erreicht. Und das trotz des letztens Stückes, das einem mit einer Steigung von 18 % ganz schön was abverlangte. Man ist halt nichts mehr gewohnt ;). Ein Hinweisschild verwies auf die Möglichkeit des Turm-Erklimmens für 2,00 € (daran war allerdings bei meinem Keuchen nicht mehr zu denken) und eines Imbisses. Da ich Essen dabei hatte, entschied ich mich für den Rückweg über den Teufelssee. Ein Blick auf die Karte offenbarte die entsprechende Richtung, sodass es nach einer kurzen Verschnaufpause -in der mein Gesicht von scharlachrot wieder auf normalfarbig wechselte- weiter ging. Die Luft war klar, der Weg gut belaufbar und es roch nach Wald. Zu meiner Überraschung führte der Pfand nach einigen Minuten an bzw. über eine Cross-Radstrecke, die mit verschiedenen Hindernissen gespickt war. Leider war zu dieser Zeit nicht ein unerschrockener Biker da – der Parcours sah nämlich wirklich sehr eindrucksvoll aus.

TeufelsseeNach einer weiteren Stunde erreichte ich schließlich das letzte Etappenziel: das Teufelsmoor mit dem dahinter gelegenen Teufelssee. Den erschöpften Wanderer erwartet hier noch einmal Natur pur von seiner schönsten Seite! Durch das Moor führen normalerweise kleine Holzbrücken, um das Umfeld noch genauer erkunden zu können. Als ich dort war, wurden diese allerdings gerade restauriert. Doch alleine schon der Blick über das Moor, rüber zum Teich, genügte, um die gestresste Großstädterseele zu verwöhnen. Der lange Weg hatte sich definitiv gelohnt! Zurück ging es dann in Richtung Müggelheimer Damm. Die geschwollenen Füße ließen mich fordernd die Bushaltestelle ansteuern und waren sichtlich erleichtert, als sie im X69 endlich ein bisschen Entspannung fanden.

Trotz der Strapazen für Lunge und Fuß hat der Ausflug in die Natur Berlins ausgesprochen gut getan. Die Tour hat definitiv bewiesen, dass man sich vollgestopfte Regionalzüge sparen kann und stattdessen lieber die eigene grüne Umgebung erkundet. Ich für meinen Teil freue mich heute schon auf den nächsten Ausflug: der Müggelsee steht dabei ganz oben auf meiner Agenda :).